Die Arme zu verschränken, während jemand spricht, ist eine häufige Geste, die viel mehr aussagen kann, als es den Anschein hat. Auch wenn es wie eine neutrale oder automatische Haltung wirkt, schreiben ihr die Psychologie und die Körpersprache mehrere Bedeutungen zu. Laut Studien zum menschlichen Verhalten fungiert diese Haltung in der Regel als symbolische Barriere, bedeutet jedoch nicht immer eine negative oder desinteressierte Einstellung. Tatsächlich ist es in vielen Fällen eine Möglichkeit, das Gehörte zu verarbeiten, insbesondere in langen Gesprächen oder wenn die Informationen neu sind.
Was kann das Verschränken der Arme beim Zuhören bedeuten:
- Bedürfnis nach Konzentration oder Analyse
- Gefühl von körperlichem Unbehagen oder Kälte
- Reaktion auf eine unbekannte Umgebung
- Gewohnheitsmäßige Geste ohne emotionale Bedeutung
- Abwehrhaltung in einer angespannten oder unangenehmen Situation
Experten erklären, dass die Geste nur dann relevant ist, wenn sie in Verbindung mit anderen Signalen beobachtet wird. Wenn die Person Augenkontakt hält, mit dem Kopf nickt oder Fragen stellt, ist sie wahrscheinlich in das Gespräch involviert, auch wenn sie eine verschlossene Haltung einnimmt. Aus psychologischer Sicht wird empfohlen, voreilige Schlussfolgerungen zu vermeiden. Eine einzelne Geste reicht nicht aus, um eine gesamte Haltung zu interpretieren. Es ist beispielsweise nicht dasselbe, die Arme mit gerunzelter Stirn und angespanntem Kiefer zu verschränken, als dies in einer entspannten Haltung und mit offener Körperhaltung zu tun.
