Was bedeutet es laut Psychologie, lieber zu Hause zu bleiben, als mit Freunden auszugehen?

Die Wissenschaft erklärt, wie diese Entscheidung Ihre geistige und emotionale Gesundheit beeinflusst Mit Freunden auszugehen ist in der Regel eine der schönsten Freizeitbeschäftigungen überhaupt. Es ist eine Aktivität, die es Ihnen ermöglicht, vom Alltag abzuschalten, Stress abzubauen und Ihre Stimmung zu verbessern, wodurch Sie Ihre Bindung zu Ihren Freunden stärken können. Es gibt jedoch Menschen, die es manchmal vorziehen, zu Hause zu bleiben, anstatt Pläne mit Freunden zu machen. Auch wenn dies für viele Menschen eine unverständliche Entscheidung ist, ist es in Wahrheit etwas völlig Normales. Die Entscheidung, zu Hause zu bleiben, bedeutet nicht, dass man seine Freunde satt hat oder keine Lust hat, sie zu sehen. Die Psychologie hat sich eingehend mit dieser Frage befasst, um zu erklären, warum dieses Phänomen auftritt und was es bedeutet.

Was bedeutet es, lieber zu Hause zu bleiben

Eine in der Zeitschrift Scientific Reports veröffentlichte Studie erklärte, dass dies keine negative Entscheidung ist und auch keine Probleme mit der Geselligkeit widerspiegelt. Der Studie zufolge ist der Zusammenhang zwischen Zeit alleine verbringen und Wohlbefinden komplexer, als es zunächst erscheinen mag. Die Studie konzentrierte sich auf Erwachsene über 35 Jahre aus Großbritannien und den Vereinigten Staaten mit insgesamt 178 Teilnehmern. Dazu wurden sie 21 Tage lang beobachtet, um genau zu erfassen, wie sie ihre Zeit einteilten. Dies ermöglichte es den Forschern, den Zusammenhang zwischen ihrem täglichen Verhalten und verschiedenen Indikatoren für das Wohlbefinden wie Zufriedenheit, Stress und Gefühl der Autonomie zu analysieren.

Die Ergebnisse zeigten, dass Tage mit mehr Zeit allein mit weniger Stress und einem größeren Gefühl der Autonomie verbunden waren, allerdings auch mit einer gewissen Abnahme der Zufriedenheit und einer Zunahme der Einsamkeit. Wenn die Einsamkeit jedoch bewusst gewählt wurde, waren die negativen Auswirkungen deutlich geringer. Die Vorliebe, zu Hause zu bleiben, bedeutet nicht, dass man kein Interesse an sozialen Beziehungen hat, sondern spiegelt eine Fähigkeit zur Selbstbestimmung wider, die es ermöglicht, die Interaktion mit anderen und die Pflege der eigenen emotionalen Bedürfnisse und des eigenen Wohlbefindens in Einklang zu bringen.

Wie die Qualität der Zeit allein Ihr Wohlbefinden beeinflusst

Experten sind sich einig, dass es nicht nur darauf ankommt, wie viel Zeit wir allein verbringen, sondern auch, wie wir diese Zeit nutzen. Aktivitäten, die Entspannung, Reflexion oder Kreativität fördern, können Einsamkeit zu einer bereichernden Erfahrung machen, während Momente der erzwungenen Untätigkeit oder Langeweile eher zu Unwohlsein führen. Die Studie von Scientific Reports hebt hervor, dass die Vorteile des Zuhausebleibens zunehmen, wenn Menschen das Gefühl haben, Kontrolle über ihre Entscheidung zu haben und ihre Aktivitäten effektiv organisieren können.

Magneto Psy